Sichtestriche

Im modernen Wohn- und Geschäftsbau sind individuelle und unkonventionelle Lösungen immer gefragter. Der Wunsch nach einem besonderen, weitestgehend fugenlosen und puristischen Boden bringt viele Bauherren dazu sich gegen konventionelle Bodenbeläge wie Parkett, Fliesen oder Teppich zu entscheiden. Ein Sichtestrich ist hier oft die erste Wahl.

 

Seit 10 Jahren führen wir viele verschiedene Varianten der sogenannten „Sichtestriche“ aus und erweitern hier dank der langjährigen Erfahrungen kontinuierlich unsere Produktpalette, Fertigkeiten und Möglichkeiten. Angefangen von mineralischen Beschichtungen über mit speziellen Verfahren geglättete Estriche unter Verwendung verschiedener Zemente hin zu geschliffenen Estrichen sind wir Ihr Ansprechpartner in und um Berlin. Die Variationen werden durch Steinholzböden, Terrazzoestriche und gefärbte Estriche komplettiert.

 

Bei all diesen verschiedenen Böden handelt es sich um Handwerksarbeit welche durch Ihre lebendige und teilweise unvorhersehbare Farbgebung, Struktur und Oberfläche ein unnachahmliches Unikat darstellen. Meist stammen die Techniken aus dem Industriebodenbereich in dem der Fokus auf Langlebigkeit und Haltbarkeit liegt. Man muss sich stets darüber im Klaren sein, dass ein handwerklicher Boden nicht vergleichbar mit industriegefertigtem Bodenbelag ist. Die verschiedenen Varianten dieser Böden weisen unterschiedliche Eigenschaften auf. Im persönlichem Gespräch, vorzugsweise direkt bei uns im Showroom, in dem wir den Großteil unserer Böden auf großen Flächen präsentieren können, gehen wir gerne genauer auf Vor- und Nachteile der verschiedenen Böden ein.

 

Technisch eint alle unsere Böden die Dauerhaftigkeit und Individualität. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und für fast jedes Problem finden wir eine Lösung. Jetzt liegt es an Ihnen die für Sie passenden Variante gemeinsam mit uns, angepasst an die Bedingungen auf Ihrem Bauvorhaben, auszuwählen. Einen kleinen Einblick möchten wir Ihnen hier bereits gewähren und freuen uns, wenn Sie Gefallen an einer dieser Varianten finden und mit uns in Verbindung treten um ihr individuelles Angebot zu erhalten.

Flügelgeglättete Estriche

Wenn ein Boden die Bezeichnung „Sichtestrich“ verdient, sind es die Resultate die aus dieser Technik hervorgehen. Bei dieser Variante wird der eigentlich für einen anschließenden Bodenbelag gedachte Estrich mit Hilfe spezieller Maschinen bearbeitet. Die sternförmig angeordneten Glättflügel sorgen in kreisenden Bewegungen für eine Verdichtung der Oberfläche und schließen gleichzeitig die Poren des sonst recht rauen Estrichs. Durch ständige Versuche und Verfeinerungen sowohl bei unserer Glätttechnik als auch bei der perfekten Rezeptur können wir inzwischen Estriche in Oberflächenqualitäten anbieten welche man normalerweise nur mit Betontechnologie realisieren kann. Nicht zuletzt durch Mitwirkung unserer engagierten Mitarbeiter, Kauf zusätzlicher Gerätschaften und – wir geben es zu – hin und wieder ein wenig Glück, sind unsere flügelgeglätteten Estriche inzwischen unser Verkaufsschlager, wenn es um sichtbare Estrichbeläge geht. Aber auch hier gibt es leider einen kleinen Haken. Die Böden entstehen durch die oben beschriebene Glätttechnik. Die Glättteller sind rund und das Hauptgewicht der antreibenden Maschinen liegt in der Mitte. Die wenigsten Wände haben runde Ecken und in den seltensten Fällen kann man mit der Maschine über eine aufgehende Wand hinausfahren. Daraus resultieren Ecken und teilweise Ränder, welche sich in Haptik, Struktur und Farbe teilweise von der Hauptfläche unterscheiden. Auch bei sorgfältigster Planung und Ausführung lassen sich diese „Probleme“ leider nicht vermeiden.

 

Durch die Verwendung verschiedener Zemente kann die Optik und einige Eigenschaften verändert werden. Weißzement erzeugt einen wesentlich helleren Boden als konventioneller Grauzement. Schwind- und spannungsarm erhärtende Schnellestriche können großflächiger fugenlos verlegt werden und wesentlich schneller wieder für nachfolgende Gewerke freigegeben werden. Durch Zugabe von Pigmenten kann die Farbe zusätzlich beeinflusst werden.

Mineralische Beschichtungen

Auch diese Produkte haben Ihren Ursprung in der Industrie. Für Lagerflächen, Fertigungshallen oder Fahrstraßen in denen es neben der Haltbarkeit auf Ebenheit und eventuell auch optische Gestaltung ankommt, wurden diese Produkte entwickelt. Inzwischen haben viele Hersteller von Spachtelmassen diesen Trend erkannt und es gibt eine Materialvielfalt die auch wir als spezialisierter Fachbetrieb kaum zu überblicken vermögen. Als unsere „Sichtestrich“-Sparte laufen lernte, gab es genau 2 Hersteller dieser auf den vorhandenen, tragfähigen Untergrund aufgespachtelten Böden. Die Technik ist bei all dieser Vielfalt jedoch recht ähnlich und lediglich in der Farbvielfalt unterscheiden die Produkte sich teilweise.

 

Eine mineralische Beschichtung kann vom Aufbau ein wenig mit konventionellen Bodenbelägen verglichen werden. Sie wird auf einen vorhandenen oder durch uns neu eingebrachten Estrich aufgebracht. Die Schichtstärke beträgt hier ca. 5 mm und wie alle mineralischen Böden werden Sie durch eine Versiegelung vor Verschmutzung geschützt. Es handelt sich hier um industriell vorgefertigte Produkte die auf der Baustelle mit entsprechender Technik gemischt und verarbeitet werden. Je nach Wunsch können die Böden matt, seidenglänzend oder hochglänzend versiegelt werden. Die Farben bewegen sich im Grauspektrum von fast Weiß bis Anthrazit. Durch Ihre sehr dichte und geschlossene Oberfläche und satte Farbgebung haben diese Böden einen edel anmutenden Charakter.

Steinholzestrich

Dieser auf Grundlage einer Entdeckung des französischen Physikers Stanislas Sorel basierenden Boden ist quasi der Urahne jeden Estrichs. Er war der erste genormte Estrich und wurde in den Anfängen des 20. Jahrhunderts entwickelt und verbaut. Die Mischung aus Magnesia und einer Magnesiumchloridlösung erstarrt bei der Austrocknung zu einem unglaublich festem Material. Früher auch als Sorelzement bekannt kennen es heute viele als Magnesiaestrich. Die Zuschlagsstoffe können ähnlich wie bei zementgebundenen Materialien vielfältiger Natur sein. Ist es im Beton hauptsächlich Kies, so wird bei einem Steinholzestrich als Füllstoff ein Holzanteil verwendet. Ab einer Dichte von 1,6 kg/m³ bezeichnet man die daraus entstehenden Böden als Steinholzestrich.

 

Der hohe Holzanteil verleiht diesem Estrich neben seiner „Leichtigkeit“ (zum Vergleich Zementestriche haben eine Dichte von ca. 2,0 – 2,1 kg/dm³) einige positive Eigenschaften wie fußwarm, weicheres Gehgefühl, antistatisch und wärmedämmend. Die Oberfläche wird ähnlich eines Zementestrichs geglättet und versiegelt. Auch hier erfolgt der Einbau im Verbund auf einem bestehenden oder durch uns neu eingebrachten Zementestrich.

Showroom

Auch wenn Bilder für den ersten Eindruck gut geeignet sind, sollten Sie für die Entscheidung welcher Boden Ihr zukünftiges Zuhause/Geschäft schmücken soll die Oberflächen und Besonderheiten auf einer realen Fläche begutachten können. Kleine Handmuster können die Ansicht dieser Böden leider nicht darstellen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden auf insgesamt 165 m² alle oben beschriebenen Sichtestrichvarianten auszustellen. Gerne können Sie einen Termin zur Beratung bei uns im Showroom vereinbaren. Wir freuen uns auf Sie und stehen für Fragen und Erklärungen gern zur Verfügung.

Gescheibter Estrich

Die einfachste und günstigste Variante einen „Sichtestrich“ zu erstellen stellt diese Methode dar. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen konventionell eingebauten Zementestrich der durch Tellerglättmaschinen mit Stahlscheiben geglättet wird. Diese Art der Glättung ist Stand der Technik bei allen konventionell eingebrachten Zementestrichen. Das bedeutet der Einbau des Estrichs und die Oberfläche ist identisch mit der eines normalen Estrichs im Wohnungsbau, der in aller Regel mit einem Bodenbelag belegt wird. Wir passen die Rezeptur an um höhere Oberflächenfestigkeiten zu erzielen und selbstverständlich werden auch diese Böden mit einer Versiegelung versehen um Verschmutzungen vorzubeugen. Durch die rauere Oberfläche sind sie jedoch pflegeintensiver als alle anderen Varianten.

Geschliffener Estrich

Das Schleifen eines harten Bodens aus Beton oder Estrich stellt besondere Anforderungen sowohl an die Schleiftechnik als auch die Festigkeit des zu bearbeitenden Stoffes. Viel Erfahrung und Geschick sind erforderlich um die richtigen Schleifmittel für den Untergrund zu finden um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Gerade bei geschliffenen Estrichen kommt es auf die Qualität des Bodens an um ein nach vielen Arbeitsgängen mit moderner Diamantschleiftechnik, Oberflächenverhärtung, Spachtelungen und Versiegelungen optisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen. Die daraus entstehenden Oberflächen sind besonders dicht, robust und pflegeleicht.

 

Je nachdem wie viel man beim Schleifen/Polieren eines Estrichs abträgt und wie tief man dabei in die Matrix eindringt kann man unterschiedliche Optiken erzielen. Estriche werden aus Kies, Zement, Wasser und Zusatzmitteln hergestellt. Der Kies hat eine Korngröße von 1 – 8 mm. Je nachdem wie tief der Estrich abgeschliffen wird kann man mehr dieses Kornanteils sehen. Die Möglichkeiten reichen von fast nicht sichtbarem Kornanteil (Feinstkornschliff) über im Schnitt 2 mm sichtbaren Korns (Pfeffer & Salz – Optik) bis hin zu einer terrazzoähnlichen Ansicht bei der bis zu 8 mm Korn sichtbar wird (Grobschliff).

 

Ähnlich wie bei den anderen Zementestrichen kann hier die Farbe des Bodens durch verschiedene Zementsorten und/oder durch Zugabe von Pigmenten beeinflusst werden.

Das Schleifen eines harten Bodens aus Beton oder Estrich stellt besondere Anforderungen sowohl an die Schleiftechnik als auch die Festigkeit des zu bearbeitenden Stoffes. Viel Erfahrung und Geschick sind erforderlich um die richtigen Schleifmittel für den Untergrund zu finden um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Gerade bei geschliffenen Estrichen kommt es auf die Qualität des Bodens an um ein nach vielen Arbeitsgängen mit moderner Diamantschleiftechnik, Oberflächenverhärtung, Spachtelungen und Versiegelungen optisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen. Die daraus entstehenden Oberflächen sind besonders dicht, robust und pflegeleicht.

 

Je nachdem wie viel man beim Schleifen/Polieren eines Estrichs abträgt und wie tief man dabei in die Matrix eindringt kann man unterschiedliche Optiken erzielen. Estriche werden aus Kies, Zement, Wasser und Zusatzmitteln hergestellt. Der Kies hat eine Korngröße von 1 – 8 mm. Je nachdem wie tief der Estrich abgeschliffen wird kann man mehr dieses Kornanteils sehen. Die Möglichkeiten reichen von fast nicht sichtbarem Kornanteil (Feinstkornschliff) über im Schnitt 2 mm sichtbaren Korns (Pfeffer & Salz – Optik) bis hin zu einer terrazzoähnlichen Ansicht bei der bis zu 8 mm Korn sichtbar wird (Grobschliff).

 

Ähnlich wie bei den anderen Zementestrichen kann hier die Farbe des Bodens durch verschiedene Zementsorten und/oder durch Zugabe von Pigmenten beeinflusst werden.